Beerdigungen

Dennoch bleibe ich stets an dir;
Denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.
Psalm 73,23

Wenn Sie das Sterben erleben,
wenn Sie dem Tod in Ihrer Familie gegenüberstehen,
wenn Sie bei Ihren Gedanken nicht alleingelassen bleiben wollen und die so wichtige Zeit nach einem Abschied nutzen möchten:

Wir sind für Sie gesprächsbereit.

Sie können sich in unserer Kirchengemeinde mit Ihren Fragen, mit Ihren Erlebnissen um Leben und Tod angenommen wissen.

Unser Pfarrerteam ist ansprechbar, wenn ein Sterbefall abzusehen ist. Wir können zu Ihnen kommen und ein letztes Gespräch anregen. Oder ein Gebet sprechen. Oder ein letztes gemeinsames Abendmahl miteinander feiern.

Unser Pfarrerteam hat offene Ohren. So kann Ihre Traurigkeit, Ihr Schmerz, vielleicht auch Ihre Wut ein Gegenüber finden, das mit Ihnen die Gefühle aushält. Oder ausspricht. Und dazu beiträgt, dass nichts davon verloren geht.

Unser Pfarrerteam bereitet mit Ihnen die Beerdigung vor. Sucht im Gespräch die Punkte auf, die das Leben des Verstorbenen und Ihr Leben verbinden. Hält mit Ihnen Ausschau nach dem, was hilft und tröstet. Unterstützt Sie dabei, die Sprache für Unaussprechliches zu finden.

Die alten Worte der Bibel sind dabei oft hilfreich.

Wir bringen sie – wenn Sie wollen – mit.

Unser Pfarrerteam ist auch danach für Sie da. Gerne besuchen wir Sie später noch einmal, wenn die Arbeit der Trauer – denn Abschiednehmen bedeutet immer auch Arbeit für einen selbst – doch schwerer fällt als erwartet.

Oder wir laden Sie in eine unserer Gruppen ein.
Oder bringen Sie mit Menschen in Kontakt, die ähnliches erlebt haben wie Sie.

Das Leben nach dem Verlust eines lieben Menschen ist ein anderes.

Weil wir das wissen, halten wir uns für Sie bereit.

Friedhofskapelle Lindlar (Foto: Nolden)

Was tun im Sterbefall?

  • Benachrichtigen Sie die engsten Familienmitglieder. Treffen Sie sich mit ihnen. Sprechen Sie mit Ihnen über Ihre Gefühle. Tauschen Sie Ihre Gedanken aus.
  • Rufen Sie einen Bestatter, ein Beerdigungsinstitut an und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.
  • Falls Sie einen Bestatter beauftragt haben, benachrichtigt der den zuständigen Pfarrer. Dieser nimmt dann telefonisch Kontakt mit Ihnen auf.
  • Gern können Sie uns direkt informieren. Dabei verabreden wir gleich einen Gesprächstermin.
  • Manchem Angehörigen hilft es, die Benachrichtigung über den Tod in Zeitungsannonce oder Trauerkarte selbst zu entwerfen. Der Drucker hilft Ihnen dabei.
  • Denken Sie an den vollständigen Namen, an Geburts- und Sterbedatum, an Ort und Zeit der Bestattung. Suchen Sie einen begleitenden Spruch, vielleicht den Konfirmationsspruch heraus und versuchen Sie, in Worte zu fassen, wen Sie verloren haben.
  • Vielleicht hätte der Verstorbene statt Blumen lieber eine Spende gewollt?
  • Der Pfarrer (bzw. die Pfarrerin) kommt zu Ihnen ins Haus. Er plant mit Ihnen den Ablauf der Trauerfeier auf dem Friedhof. Er nimmt mit Ihnen die Zeit des Abschiednehmens in den Blick. Er versucht mit Ihnen zu formulieren, was der nahe Angehörige für Sie bedeutet hat und was Sie für Ihr Leben behalten können.
  • Dabei hilft ein kurzer Lebenslauf mit den wichtigen Stationen des Lebens. Dabei hilft die Frage, was Sie am Meisten vermissen. Dabei hilft Ihr Nachdenken über Lieder oder andere Gestaltungswünsche.
  • Sammeln Sie die Adressen von Verwandten, Freunden, Kollegen und Nachbarn, um sie zu benachrichtigen.
  • Verbringen Sie die Tage bis zur Beerdigung in der Familie oder mit Freunden.

Die evangelische Beerdigung in Lindlar

In Lindlar beerdigen wir auf den Friedhöfen Hohkeppel, Linde, Süng, Frielingsdorf und natürlich in Lindlar selbst.

Keiner der Friedhöfe liegt in unmittelbarer Nähe zu einer unserer Kirchen.
Deswegen finden die Trauerfeiern in den Friedhofskapellen statt.

Die Beerdigung selbst besteht aus zwei Teilen.

Zunächst gestalten wir den Beerdigungsgottesdienst in der Trauerhalle, in der Sarg oder Urne aufgestellt sind.

Ein liturgischer Beginn lässt allen, die Ihren Verstorbenen auf seinem letzten Weg begleiten, genug Zeit, um sich auf den besonderen Ort, den besonderen Anlass, auf das Geschehen miteinander einzustimmen.

Die Ansprache und das Segensgebet bereiten die Beerdigung vor. Sie haben ihre Grundlage in dem gemeinsam geführten Gespräch. Es geht dabei um die Frage, die der Tod an uns Lebende stellt – und um die Antwort, die unser christlicher Glaube für das Leben geben kann. Denn nirgendwo hören wir diese Frage intensiver, eindringlicher und anschaulicher in unserem Leben, als in diesem Moment, wenn unser Leben-Können und unser Leben-Wollen so durch den Tod  unseres Angehörigen in Frage gestellt ist.

Es geht um die uns geschenkte Zeit.
Und die Auseinandersetzung damit kann uns Trost geben.

In unseren Beerdigungsgottesdiensten versuchen wir so miteinander, dieser Situation ehrlich standzuhalten.

Am Grab helfen die Riten, die alten Formen der Tradition beim Abschiednehmen.

Die Pfarrerin oder der Pfarrer geben mit alten, überlieferten Worten unserer Hoffnung Ausdruck, dass wir Menschen gewiss getragen sind von den Händen unseres Gottes.

Dass wir von ihm aufgefangen und aufbewahrt sind und bleiben – durch alle Situationen und Geschehnisse in unserem Leben und Sterben hindurch.