Vorstellung unserer neuen Pfarrerin

„Wie kommt man eigentlich dazu Pfarrerin zu werden?“

Das ist meist eine der ersten Fragen, die mir gestellt wird, wenn ich erzähle was ich beruflich mache. Und schon das stimmt ja nicht ganz, ich mache das nicht nur beruflich. Pfarrerin, das bin ich geworden, weil ich zwei Dinge vereinen wollte: meine Liebe zu den Menschen und meine Liebe zu Gott. Als Jugendliche dachte ich erst daran vielleicht Psychologin zu werden, aber leider begleitet man die Menschen dann meist nur, wenn es ihnen schlecht geht. Als Pfarrerin habe ich die Freude, die schweren und die schönen Zeiten zu teilen. Zum Beispiel wenn ich Menschen in Ihrer Trauer um einen geliebten Menschen zuhören darf, mit ihnen darin die Freude am Leben (wieder)entdecke und im besten Fall Gottes Perspektive der Hoffnung mitgeben kann. Oder wenn freudige Eltern von ihren Hoffnungen und Erwartungen berichten, die mit einem Baby bei ihnen aufkommen, wenn sie sich dafür Gottes Segen wünschen und wir spüren, dass das alles Größer ist als wir selbst.

Ich selbst komme aus einem Elternhaus ohne christliche Werte oder Erziehung. Erst durch meinen Konfirmand:innenunterricht bin ich mit Kirche wirklich in Berührung gekommen. Und heute würde man sagen, das hat was in mir getriggert. Ich habe gemerkt, dass da eine Sehnsucht in mir angesprochen wurde, die sonst nirgendwo vorkam. Eine Sehnsucht nach Wertschätzung, nach Sinn, nach bedingungsloser Liebe. Und genau das möchte ich weitergeben, möchte mich mit Ihnen auf die Suche machen nach Gott in unseren Leben, denn ich glaube und habe erlebt, dass Gott ganz schön aktiv ist und sich tatsächlich finden lässt und wie bereichernd dieses finden und gefunden werden ist.

Die letzten zwei Jahre habe ich diese Suche mit Menschen in Bergisch Gladbach geteilt, was natürlich durch die Pandemie geprägt und erschwert war. Nun freue ich mich darauf ab Juni in Lindlar anzukommen, die wundervolle Natur zu genießen und bereichernde Begegnungen zu machen. Mit mir kommen mein Mann, unsere zwei Kinder (3 und 6 Jahre) und unsere zwei Hunde.

Wir freuen uns sie bald kennenzulernen.

Herzliche Grüße

Jenny Scheier